Stone Circles, Wild Horses, Cream Tea & More

Wanderurlaub im magischen Dartmoor – 7. bis 14. August 2021

Weiter unten ist ein Rückblick auf die letzte Dartmoor-Reise im Jahr 2019. Die nächste Wanderwoche im August 2021 wird ganz ähnlich ablaufen. Achtung! “Wandern” heißt, dass wir zu Fuß unterwegs sind. Wir machen aber keine Gewaltmärsche, sondern stimmen uns auf die Landschaft und ihre Sehenswürdigkeiten ein. Es ist eine eher spirituelle Wanderwoche. Beste Outdoorkleidung braucht es aber!


Wir waren hier vom 21. bis 28. September 2019
im Two Bridges Hotel (mitten im Dartmoor)

Es war ein großartiges Erlebnis, mit einer kleinen spirituellen Wandergruppe wieder im Dartmoor zu sein, dieser fantastischen weiten Hochmoorlandschaft in Devon, wo Rinder, Pferde und Schafe frei leben, kaum bewachsene Hügel sanft dahinschwingen. Man geht von Steinkreis zu Steinkreis, trifft auf Hochlandrinder, erklimmt einen der unzähligen steinernen Hügel, Nebel und leichter Nieselregen kommt auf. Diesmal waren Wind und Regen recht heftig, doch es hat das Erlebnis nur zusätzlich intensiviert.

Wir haben imTwo Bridges Hotel“  gewohnt, einem südenglischen Kleinod. Es liegt als einziges Hotel im Naturschutzgebiet. Die Küche hat einen sehr hohen Standard und verwendet frische und vor allem lokale Produkte, vieles aus Bio-Anbau. Hast Du Interesse? Einfach anrufen (0699 1 7107707) oder Mail schicken.

 

Das Dartmoor ist eine inspirierende Landschaft. Hier sind einige Dartmoor Songs entstanden. Über die Hill Ponies, Two Bridges, Grimspound … performed by the Dartmoor Girls

Warum Dartmoor?

Das Dartmoor ist eine der geheimnisvollsten, ursprünglichsten Landschaften Europas, eine der letzten, kaum entdeckten Wildnisse: karg, hügelreich und ewig weit. Voller Mythen, unsichtbarer Welten und mehr als 2000 Steinkreise, Steinreihen und anderer Zeugen aus einer friedlichen, naturverbundenen Kultur, die vor 5000 Jahren hier lebte. Ihre Besonderheit war, dass diese Menschen sich noch in einem “ungetrennten Gesamt-Universum befanden: leben in der Welt wie im eigenen Leib, ein offenes Ausgedehntsein in jeglichen Raum” (H.J.Müller). In der Bronzezeit war Dartmoor ein Zentrum der Megalithkultur, von dem noch viele Kult- und Wohnstätten sichtbar und intensiv spürbar sind, als hätten die damaligen Bewohner*innen das Land grade eben verlassen…Heute ist die Hochebene fast frei von Besiedelung – Steine, Wiesen, Farnwälder und die wild lebenden Pferde prägen den Landstrich mehr wie der Mensch.

Das Besondere an unserem Wandern

Wir wandern achtsam und immer wieder bewusst in Verbindung mit den Orten gehend. Wir erleben atemberaubende Ausblicke, einen 7000 Jahre alten Zauberwald, eine geführte Tour mit einem National Trust Guide und einen Tag im entzückenden Dörfchen Chagford. Der Focus liegt auf dem Gehen durch diese magische, unendlich weite Landschaft. Unsere Ziele sind alte Kultstätten, bei denen wir Rast machen und uns mit dem Spirit dieser Orte verbinden können. Wir gehen unbefestigte Wege, weil hier „wild“ gewandert werden darf und es kein klassisches „Wandernetz“ gibt. Wir werden kaum andere Menschen treffen. Unsere Touren sind leicht zu gehen und reine Tages-Wanderzeit sind maximal 4 Stunden. Das Wetter kann schnell umschlagen und dann braucht es den Kompass oder erfahrene Guides, um gut nach Hause zu kommen. Um das Orientieren kümmern wir uns. Du brauchst gute Ausrüstung.

Mein Dartmoor-Essay

Hier und jetzt. Wir leben ausschließlich im Hier und Jetzt, in diesem unfassbar kurzen Übergang von der Zukunft in die Vergangenheit. Über das Hier und Jetzt ist viel meditiert und geschrieben worden. Auch ich habe ein paar Sätze in meinen Büchern darüber verloren. Und jetzt merke ich, dass das sehr aus dem Kopf gekommen ist. Wirklich gespürt habe ich es – hier und jetzt. Im Dartmoor.

Da musste ich also im September 2019 noch einmal in’s Dartmoor reisen, um dem Hier und Jetzt die Hand zu schütteln. Egal, wo wir waren – im unglaublichen Wistman’s Wood, in den neolithischen Steinkreisen und Steinreihen – da war kein Plan, keine Zukunftssorge, kein Streben nach vorne, auch kein Bedauern oder Bedenken von Vergangenem. Einfach nur den nächsten Schritt machen, den nächsten Stein betrachten, den nächsten Tropfen auf der Haut spüren. Und den nächsten. Es waren viele. Heavy winds and rain, sagte der Wetterbericht mehr als einmal. Manchmal auch: wind and strong rain.

Diese Landschaft und das Wetter erlauben keine Gedanken an gestern oder morgen. Es erschien mir müßig und zwecklos, an irgendetwas zu denken. Die sanfte Tundra, der feuchte Boden, die gemächlichen Rinder. Sie laden Dich ein, mit ihnen zu sein. Eines der wild lebenden Pferde ist zu mir gekommen und hat mir kurz seinen Kopf in die Hand gelegt. Genährt von solchen meditativen Momenten erschien mir bald nichts mehr irgendwie und ich war einfach nur mehr. Einfach sein im Hier und Jetzt. Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt.

Man hat ja gerne, wenn man zuviel denkt, den Gedanken, dass Nichts-Denken Gedankenlosigkeit im unguten Sinn bedeutet. Darum denken wir ja nicht gerne nichts. Denken wirkt so bedeutsam, Nichtdenken sinnlos. Das Hirn muss immer irgendetwas absondern, um sich seiner selbst bewusst zu sein. Hauptsache irgendetwas denken, so wie die Standby-Funktion bei Fernsehapparaten. Dieser ganze Denk-Wahn kehrt sich um, wenn man in das Nichtdenken gleitet. Es ist wie das Gleiten in den Schlaf keine bewusste Handlung, sondern Hingabe. Im Falle des Dartmoor ist es ein Eingehen ins Land gewesen.

Die ganz weite Vergangenheit, die Zeit vor rund 5000 Jahren, ist Gegenwart geworden, hat sich mit dem Heute vermischt, vielleicht gar mit der Zukunft. Es war alles eins. Wir sind durch die bronzezeitlichen Steinreihen gegangen, so als wären sie eben erst für uns aufgestellt worden. Die Kraft ist da über Jahrtausende, für Jahrtausende. Das Hier und Jetzt verbindet uns. Im Hier und Jetzt zu sein ist hohe Gegenwärtigkeit und Gewahrwerden. Es gibt keine Sorge, nur Fürsorge mit allem. Es gibt nichts zu tun und man muss sich nicht anstrengen. Es tut sich von selbst. Wenn die Gedanken gehen, wird der Raum frei, dass Sinn einströmen kann.

Vielleicht musste ich zum vierten Mal kommen, um das so zu erleben. Ich bin ein langsamer Mensch. Ich brauche meine Zeit. Der heftige Wind und Regen haben die Dramaturgie der Gegenwart verstärkt. Damit ich es auch wirklich verstehe. Die Elemente haben sich alle Mühe gegeben, mich an die Gegenwart zu binden.

 

Deine Investition

Preis Stand Sommer 2020, leichte Änderungen noch möglich:
7 Nächtigungen inkl. English Breakfast: Preis im DZ 625 Euro/Einzelzimmerzuschlag 389 Euro
Alle Transfers zu und von den Wanderrouten inkl. Chagford, ein Tag National Trust Guide und 7 Tage Veronika & Harald Reiseleitung: EURO 846

Gesamtpreis im DZ: 1471,- Euro
Gesamtpreis im EZ: 1860,- Euro
zusätzlich Columbus-Reisen-Servicepauschale pro Person: 24 Euro

ANMELDESCHLUSS: 1. Feber 2021

Anreiseempfehlungen:

Flug nach London – Zug nach Exeter oder Plymoth – von dort Bus oder Taxi nach Postbridge
Flug nach Bristol – Zug nach Exeter – von dort Taxi nach Postbridge
Nach Anmeldung vernetzen wir gerne die Teilnehmer*innen zwecks gemeinsamer, kostengünstiger Taxi-Anreise von den Bahnhöfen! Das hat immer wunderbar geklappt.

Im Anschluss, vom 14. – 22. August 2020 kannst Du an unserer klassischen Kraftplatzreise nach Südengland teilnehmen. Da besuchen wir alles, was Kraft und Magie hat – Stonehenge, Avebury, Avalon, Camelot, Cathedral of Wells, …; mehr zu dieser Woche findest Du hier >> Magisches Südengland

Kontakt: +06991 7107707 oder Mail